Beiträge von vdwave

Willkommen in der Transport Fever Community

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    Kann die Sicht von MaikC und Mr.Emsland gut verstehen und wir sollten den Moddern Zeit geben. Und natürlich ist der Zweck eines solchen Threads wohl begrenzt. Ich persönlich habe den Schönbau erstmal zur Seite gelegt und komme zu TF3 zu gegebener Zeit zurück wenn die Modlandschaft reicher (an Qualität!) ist und Urban Games das Spiel polieren konnte.


    Ich muss aber den Threadersteller in Schutz nehmen. An seiner Wortwahl merkt man, dass er weder Druck aufbauen will, noch mit den Hufen scharrt. Es sind lediglich Anregungen, die zu gegebener Zeit umgesetzt werden können oder halt auch nicht.


    Das Spiel ist drei Wochen alt. Wir sollten dem Ganzen Zeit geben.

    Hallo allerseits. Ich habe Antwort von Urban Games bekommen bezüglich der Zugpriorisierung und ein paar eigene Tests durchgeführt, um die Aussagen grob zu quantifizieren und noch offene Fragen zu klären. Zunächst die Antwort. Urban Games schreibt, dass es komplizierter ist, geht aber erfreulicherweise ins Detail (ich tippe ab, sorry für Fehler):



    Ich habe dies getestet und es kamen folgende Werte für die Reservierungslänge heraus (Angaben circa in Metern, gemessen anhand gleichmäßig gesetzter Signale im 100 m Abstand).


    Roter Pfeil Anfahrend:

    1: 100 m

    2: 200 m

    3: 400 m


    Roter Pfeil 125 km/h:

    1: 200 m

    2: 500 m

    3: 800 m


    TGV Anfahrend:

    1: 100 m

    2: 200 m

    3: 400 m


    TGV 125 km/h:

    1:200 m

    2:500 m

    3:800 m


    TGV 300 km/h

    1: 1500 m

    2: 3000 m

    3: 4500 m


    TGV 300 km/h mit gemoddetem Bremsweg (Realistic Train Brake von MaikC auf 2-fach eingestellt)

    1: 3000 m

    2: 6000 m

    3: 9000 m


    - Die Zuglänge (Roter Pfeil 22 m, TGV: 200 m) hat also keinen (oder nur sehr kleinen) Einfluss.

    - Es gibt keinen linearen Zusammenhang zwischen der Geschwindigkeit und der Reservierungslänge, sondern eher einen exponentiellen. Die Länge steigt also im deutlich stärkeren Maße an, je schneller der Zug ist. Wohl genau wie der Bremsweg.

    - Die höhere Priorisierung erhöht die Distanz jedoch um einen linearen Faktor (hoch: 2x, sehr hoch: 3x) (die Ungenauigkeiten bei den niedrigeren Geschwindigkeiten liegen wahrscheinlich an der Rundung auf volle 100 m).


    Außerdem zu beobachten:

    1. Löscht man die Signale vor dem weitest entfernten grünen Signal (dem am Ende der Reservierungslänge) macht dies in keinem Fall einen Unterschied. Die Signaldichte ändert an der Reservierungslänge demnach nichts.


    2. Selbst bei niedrigster Priorisierung muss das nächste Signal erst auf der Reservierungslänge liegen, damit es grün wird. Heißt: Ein Zug stellt nicht automatisch immer zumindest das nächste Signal grün (so hätte man den ersten Satz von UG fälschlicherweise verstehen können).


    3. Aus den Youtube Videos lässt sich ableiten, dass die Priorisierung nicht greift, wenn zwei unterschiedlich priorisierte Züge bereits an jeweils einem Signal auf Einfahrt in einen Abschnitt warten, der noch belegt ist (z. B. in ein Gleisvorfeld). Hier ist mir noch nicht klar, was den Ausschlag gibt, welcher Zug zuerst losfährt.


    4. Ein Halt unterbricht die Reservierungsdistanz. Bedeutet, wenn die langsame RB ausfädelt um an einem Bahnhof zu halten und danach wieder auf die Hauptstrecke zu fädeln, kann diese RB unabhängig von ihrer Priorisierung zu keinem Zeitpunkt das Ausfahrsignal versehentlich reservieren. Dies geschieht erst, wenn die RB nach dem Ladevorgang wieder los fährt. Ein Halt "hilft" also dabei, einen Expresszug vorzulassen.


    5. Der Faktor für hoch und sehr hoch ist definitiv modbar, das hat UG bestätigt und ich habe es bereits getestet. Ob das sinnvoll ist, dazu unten.



    Daraus lässt sich ableiten:

    1. Es ist also für die Priorisierung selbst egal, wieviele Signale auf dem Weg liegen.


    2. Wie eng die Signale gesetzt sind, hat aber natürlich einen Einfluss darauf, wie stark der hintere Expresszug gegebenenfalls abbremsen muss, wenn der Güterzug im Block vorher fährt. Es sollte in diesem Szenario bestenfalls vermieden werden, dass der hintere höher priorisierte Zug nennenswert abbremst.


    3. Das Ausweichgleis sollte ggf. eine niedrigere Gleisgeschwindigkeit haben als das Hauptgleis oder einen Halt beinhalten. Dadurch wird die Reservierungslänge des Güterzuges kürzer und die Chance steigt, dass der hintere Zug vorbeifahren kann.


    4. Außerdem hilft die Verlängerung des Ausweichgleises, die Chance auf erfolgreiche Überholung zu erhöhen. Ein zu kurzes Ausweichgleis kann auch dazu führen, dass der lange Güterzug den Hauptstreckenblock mit dem "Schwanz" freigibt, aber dann bereits das Kreuzungssignal innerhalb seiner Reservierungslänge hat und somit wieder vorfährt.


    5. Die Signalsetzung hat ebenfalls einen Einfluss darauf, wann die Reservierung für die Zugkreuzung "scharf geschaltet" wird. Beispiel: Das letzte Signal auf der Hauptstrecke vor der Kreuzung befindet sich direkt vor dieser und - kurz vor dem Zeitpunkt der erfolgreichen Reservierung des Güterzuges - 2500 m vom hinten fahrenden Expresszug entfernt. Dieser Expresszug hat aktuell eine Reservierungslänge von 2000 m und kann das Signal noch nicht reservieren (500 m fehlen). Der Güterzug kann dann vorfahren. Steht das letzte Signal vor der Kreuzung allerdings z. B. 600 m im rückwärtigen Raum der Kreuzung (und damit nur 1900 m vom Zug entfernt), kann dieser den Kreuzungsblock bereits reservieren, obwohl die Kreuzung noch 2500 m entfernt ist, und erhält Vorrang.


    6. Mods wie die Realistic Train Brake, die das Bremsverhalten eines Zuges beeinflussen, beeinflussen auch die Reservierungslänge. Das sollte man im Hinterkopf haben.


    7. Vor einem Gleisvorfeld o. ä. sollte die Gleisgeschwindigkeit ebenfalls vermindert werden, sonst kann es passieren, dass der Expresszug mit 300 Sachen schon viel zu früh die Bahnhofseinfahrt reserviert und es Stau gibt.


    Fazit: Es macht, wenn ich es richtig verstehe, keinen Sinn mehr die Mod zu verfolgen, die in die Reservierungslänge eingreift. Dies würde die Länge bei niedrigeren Geschwindigkeiten ggf "positiv" anpassen, aber bei hohen Geschwindigkeiten zu absurd langen Reservierungsstrecken führen (die sind Vanilla ja schon monströs) und damit ggf. zu Staus. Das eleganteste wäre wahrscheinlich eine zugmodellindividuelle Einstellung des Bremsverhaltens, was aber bislang glaube ich keine Mod ermöglicht. So könnte der ICE z. B. einen größeren Bremsweg bekommen und damit eine höhere Priorisierung. Ggf. ist es auch möglich, unsichtbare Wagen mit einstellbarem Bremsweg zu modden. Aber da kenne ich mich nicht aus. Vielleicht kann MaikC was dazu sagen.


    Das System ist gelinde gesagt verbesserungswürdig, aber ich denke es musste so einprogrammiert werden, da ja immer sichergestellt sein muss, dass ein Zug vor dem nächsten Signal zum halten kommt. Es mag technisch daher nicht andersmöglich sein.


    Ich freue mich über eure Einschätzung, wie dies am besten weiter fortgeführt werden kann und hoffe dass es euch hilft, besonders im Schönbau, nette Zugüberholungen zu ermöglichen.

    Hallo zusammen,

    Urban Games hat inzwischen auf meinen Beitrag zum o.g. Thema geantwortet. Wer sich dafür interessiert, findet hier die Stellungnahme.
    https://forum.urbangames.com/f…ctive-on-the-bigger-pict/

    Heinz Bertram

    Ich denke die Qualität wird sich am Ende durchsetzen. Und ich bin Sams Meinung (im von dir verlinkten Beitrag), dass sich mit ausgefeilten Bewertungsmöglichkeiten (z. B. Daumen hoch und runter für verschiedene Parameter zB Performance, Qualität etc.) und vor allem einer verpflichtenden Kommentarfunktion im Game selbst (statt nur auf der Webseite) vieles regeln ließe.


    Wenn dann noch die besten Mods durch den Algo (zB Beliebtheit + Qualität/Bewertung) ganz nach oben gestellt werden, kann man hier bestimmt so einiges erreichen.


    Ich persönlich habe den Schönbau erstmal auf Eis gelegt. Ich warte noch ein wenig auf die ganzen Sahnestücke, die in der mache sind und bis sich alles etwas beruhigt hat. Dann suche ich mir in Ruhe die Mods zusammen und werde da auch vermehrt auf den Ersteller wert legen.

    Man müsste das Experiment noch erweitern und zwar um jeweils einen vorraus fahrenden Zug der über ein Nebengleis geleitet wird. Denn ich stelle mir die Frage ob die "virtuelle Länge" der Reservierung über einen vorrausfahrenden Zug vorbei reicht. Wäre interessant zu wissen ob der höher priorisierte dann wirklich die Blöcke des anderen "kappen" kann

    Das habe ich mal rudimentär ausprobiert und einen vor einem ICE fahrenden Güterzug ausfädeln und dann wieder einfädeln lassen.


    Im Szenario, dass vor der Einfädelungsstelle je ein Signal auf dem Hauptgleis und auf dem Ausweichgleis aufgestellt wird (also so wie man es eigentlich macht) klappt das meistens nicht. Die Reservierungslänge des ICE dahinter reicht nicht aus, um das Signal auf der Hauptstrecke rechtzeitig zu reservieren.


    Damit es klappt muss das Signal vor der Einfädelungsstelle auf dem Hauptgleis entfernt und deutlich weiter hinten aufgestellt werden. Nun klappt es meist dass der weiter hinten fahrende ICE das Signal zuvor bereits reserviert hat und dann vorbeifährt.


    Das Ganze hängt natürlich auch davon ab, wie dicht die Signale auf der Strecke gesetzt sind. Selbst die höchste Reservierungsdistanz reicht aber nicht mal im Ansatz aus, um so ein Überholszenario ohne klares Abbremsen des ICE zu ermöglichen.


    Ich bastel aber an meinem ersten Mod überhaupt, mit dem die Reservierungsdistanz für jede Stufe verändert werden kann, auch weit über das Vanilla Niveau hinaus. Es hat bereits praktisch auf Priorität „sehr hoch“ funktioniert statt des Vanilla Faktors 3 den Faktor 10 zu setzen und damit eine mehr als doppelt so hohe maximale Reservierungsdistanz einzustellen.


    Würde den Mod wenn er fertig ist aber nur veröffentlichen, wenn ein Profi drüberschaut, weil ich nicht einer von denen sein will, die den Mod-Browser mit KI Mods zuspammen ^^ Für mich aber ein Lernprojekt. Ich versuche mit der KI zusammen zu lernen was ich da tue.

    Natürlich haben die Signalblöcke auch einen Einfluss. Und zwar kann man sich folgendes vorstellen: Der Zug schiebt eine virtuelle Reservierungslänge vor sich her. Diese Länge ist größer, je höher die Priorisierung ist. Innerhalb dieser Länge stellt sich der Zug alle Signale auf grün, selbst wenn es mehr als ein Signal ist.

    Das bedeutet es macht schon einen Einfluss wo die Signale stehen, insbesondere das am

    Weitesten entfernte, das sich der Zug reserviert.


    Beispiel: Die Reservierungslänge eines ICE ist fiktiv 1000m.

    Weiter vorne möchte ein konkurrierender RE mit niedrigerer Prio auf die Strecke. Zu dem Zeitpunkt an dem dieser RE nun seinen nächsten Block reservieren würde gibt es zwei Möglichkeiten:


    Das Signal für den konkurrierenden Block ist 990m vom ICE entfernt und damit innerhalb der Länge. Der ICE hat das Signal bereits grün gestellt und reserviert den dahinterliegenden Block für sich. Der RE wartet.

    Steht das Signal aber noch 1020m entfernt, reicht die Reservierungslänge noch nicht. Der RE fährt vor.

    Dabei ist es nach meinem Verständnis für diesen Fall egal, wieviele Signale sonst noch in den 1000m vor dem ICE stehen.


    Das deckt sich mit meinen Experimenten und den Videos die ich gesehen habe. Ohne Anspruch auf Richtigkeit.


    Wie weit die Reservierungslänge genau reicht und wovon das abhängt konnte ich noch nicht herausfinden.

    Das was du entdeckst habe ich auch vermutet. Die Züge reservieren Strecke, keine Signalblöcke. Interessanterweise ist, dass selbst die höchste Stufe oft nicht ausreichend ist, um eine Zugüberholung zu gewährleisten. Ob das klappt hängt davon ab, ob das letzte Signal vor der Zugkreuzung innerhalb der reservierten Strecke liegt.

    So hab ich das tatsächlich im Vorfeld verstanden, keine priorisierung reserviert den nächsten Abschnitt, mittlere die nächsten 2 und die höchste dann die nächsten 4.
    Aber ganz genau weis ich das auch nicht, evtl steht ja was im UG wiki dazu, muss ich bei Gelegenheit mal durchstöbern.

    Aber um auf die Ursprungsfrage zurück zu kommen, auf dem Bild sieht man nur den Verlauf von 1 der beiden Linien, deshalb ist es schwer nachzuvollziehen wo der Fehler liegen könnte. Du musst aber beachten dass die Linien bei ausweichstellen Zwingend unterschiedliche Gleise befahren müssen, ein Zug kann in Tpf nicht automatisch ein ausweichgleis befahren ( ohne mod zumindest, es ist mal n mod dafür auf Mod.io aufgeploppt. ) das hat sich nicht geändert, er wartet bei Kreuzungen nur jetzt einen Zug mit höherer Prio ab.

    Ich habe das bei UG angefragt wie die Priorisierung genau funktioniert und noch keine Antwort erhalten. Es ist wirklich fummelig und funktioniert bei mir oft auch nicht (ICE soll Güterzug überholen).


    Mal sehen ob dazu was kommt. Wenn es hier jemand weiß erhellt und gerne :) ansonsten werde ich es berichten, sollte eine Antwort kommen.

    Wie wäre die Idee, wenn es hier im Forum

    so eine Art transportfever.net curated modder Übersicht geben würde. Eine Übersichtsseite mit Mods oder Moddern, nach denen man suchen sollte, die hochwertige Mods für uns kreieren. So hätte man eine Anlaufstelle, vor allem als Anfänger. Aber ich bin ehrlich - wie die Ausgestaltung richtig aussehen soll dafür hätte ich auch bis dato keine Lösung.


    Bei TPF2 habe ich mich oft an die Community hier und an die Modwerkstatt gehalten. Dazu kamen dann ein paar bekannte Namen im Workshop. Aber diesmal wird es wirklich etwas unübersichtlich.

    Ich frage mich auch wie es später möglich sein wird die qualitativ hochwertigen Mods aus dem

    Modbrowser herauszufiltern. Ich könnte mir vorstellen dass mit KI der Modbrowser mit schnell gemachten Mods „geflutet“ wird. Nicht dass KI nicht unterstützen kann. Aber ich lobe mir die ganzen tollen Mods von den „Künstlern“ die uns bisher schon so tolle Dinge beschert haben. Und die funktionieren meist auch in einer langen Modliste.

    Ich hätte noch zwei Fragen zur Modbarkeit in TF3. Würde mich einfach interessieren, ob irgendwann so etwas zu erwarten ist.


    Ist es theoretisch modbar, die Zugpriorisierung besser einzustellen?


    Ist es möglich Zugansagen oder Haltestellenansagen einzubauen?


    Danke euch!